Swetlana Gerner
Swetlana Gerner studiert an der Bildenden bei Daniel Richter.
“Das Halten des Ungezähmten”
In diesem Werk steht ein hybrides Wesen – ein Drachen-Hund mit grünem Fell – im
Zentrum, das gleichermaßen als Symbol für die Macht und für wilde Elemente fungiert.
Die Komposition ist voller Spannung und Dynamik und spricht die Beziehung zwischen
dem Menschlichen und dem Animalischen an.
Die drei Menschen im Bild scheinen den Drachen-Hund mit einer Mischung aus Ehrfurcht
und Anstrengung zu halten, in einer Art inneren Konflikts, das Unkontrollierbare zu
bändigen und doch seine Nähe zu suchen.
“Der Kuss der Wildheit”
Leonore Öztürk
Leonore Öztürk
Beschäftigt sich seit 10 Jahren mit dem Blindzeichnen.
Das heißt
Sie zeichnet ohne auf das Papier zu schauen, sie betrachtet während sie zeichnet ausschließlich das Motiv.
Sie hat ursprünglich mit Aktzeichnungen begonnen und hat später ihre Themen auf Situations wie Familien, Freunde Treffen, oder Alltagssituationen wie Beobachtungen von Menschen am Nachbartisch im Kaffee erweitert.
Sie arbeitet mit Finelinern in verschiedenen Stärken auf ihrem Lieblingsformat A4,
Und sie hat ihren Zeichenblock immer dabei um gegebenenfalls zu zeichnen.
Ihre Arbeiten sind sehr detailliert, wie man zum Beispiel an der „Familie zu Weihnachten“ sieht
(den geschmückten Weihnachtsbaum, den Tisch mit Aschenbecher, Zigaretten, Weingläsern, Uhutuben , Bastelarbeiten und alles was zu vorgerückter Stunde am Tisch landet)
Die Menschen in ihren Bildern, plaudern, lachen, trinken oder schlafen. Im Hintergrund tauchen dann Uhren an der Wand auf denen ma die genaue Uhrzeit der Entstehung ablesen ann.
Die Zeichnungen vermitteln eine wunderbare Stimmung, man wird Teil der Feste und nimmt Teil an den Treffen von Freunden, der Familie und Fremden Z.B. in der Aida.
Momo Höflinger
Momo Höflinger
„…ich habe mich nicht dazu entschlossen, Kunst zu machen – ich muss es tun, das war nie eine Frage…“
1969 in Wien geboren, lebt und arbeitet in Wien
seit der Kindheit und frühesten Jugend davon beseelt, visuelle Eindrücke, innere Bildkonstrukte und Visionen in gemalte Bilder, Zeichnungen und Fotografie umzuwandeln.
Anfang bis Mitte der achtziger Jahre ist es das menschliche Gesicht, real oder fiktiv, welches in zahlreichen seriellen Darstellungen fast meditativ wiedergegeben wird. Die Materialien sind vorerst Tempera, Ölkreide, Kreide, Bleistift, Buntstift auf Papier. Einer der Höhepunkte dieser Gesichterserien wird 1991 „36 Mona Lisas“. An 36 aufeinander folgenden Tagen entstehen 36 Mona Lisa Interpretationen, je A3, Pastellkreide.
Ab 1986 werden die Formate größer, weiterhin dominieren Gesichter, teils Selbstporträts, expressiv und farbig, Öl auf Leinwand. Erste Ausstellungen ab 1987. Die serielle Arbeitsweise bleibt bestehen, es rücken aber teils abstraktere Themen in den Mittelpunkt.
Nach einer Reise nach China 2009 entstehen 17 Bilder, die sich kritisch mit der dortigen politischen Situation auseinandersetzen. Öl, Acryl, Mischtechnik auf Leinwand.
Seit 2014, inspiriert von einem Bildband über Skyscrapers, Beginn der Serie „skyscrapers & buidings – architektonische Psychogramme“, die bis heute andauert. Mittlerweile sind es etwa 50 Arbeiten, Serie I-VI. Teils maßstabsgetreue Umsetzungen real existierender Wolkenkratzer, apokalyptisch verschachtelte schwarz-weiß Visionen und architektonische Fragmente wechseln sich ab. Momentane Serie: „architektonische Fragmente“.
Übermalungen von Fotografien und alten Heiligenbildern – „holy overpaintings“ – sind ebenfalls Thema. Weitere Serien sind unter anderem „personal heroes“ (2021) und „mountains“.
Allgegenwärtige Merkmale der Arbeiten sind von Beginn an starke Kontraste, Schwarz als wichtigste Farbe, das Element des „kontrollierten Zufalls“, „… die Farbe darf rinnen, aber nur soweit ich will…“, das Bild lässt Interpretationsspielraum, es gibt selten Titel, wenn es einen Titel gibt, dann trägt er bewusst mehr zur Verwirrung als zur Aufklärung bei.
Bei den fotografischen Arbeiten sind es Fotoüberlagerungen, Langzeitbelichtungen, groteske Bildinszenierungen mit Alltagsgegenständen und wieder Serien, wie zum Beispiel „gefundenes Fressen“, „Am I a Face?“, „Bilder die das Leben spuckt“ und „TRASH“. Die Serie „gefundenes Fressen“ fand 2009 ihren Anfang mit einer am Gehsteig liegenden vom Regen aufgeweichten Manner Schnitte, mittlerweile gibt es über 500 Fotos aus der Reihe. Es fasziniert der Kontrast von dem theoretisch noch essbaren Fundstück und dem Untergrund, Asphalt, Beton, Holz, Schotter, Gras, …
Auch bei der Fotografie wird dem Element Zufall Raum gegeben, „…wichtig ist, im richtigen Moment aus dem richtigen Blickwinkel da zu sein, immer auf der Suche, beziehungsweise offen für das Kunstwerk Leben“.
„Allgemein liebe ich es, in Serien zu arbeiten, meist entwickelt sich aus eine Serie die nächste , manche bestehen nur aus wenigen Bildern, andere faszinieren mich über viele Jahre und es entstehen mehr als 50 Bilder, wie zum Beispiel bei meinen Skyscrapers….“
René van de Vondervoort
René van de Vondervoort, 1963 geboren in Asten, Niederlande
1992-1997 Neue Wiener Kunstschule, Interdisziplinäre Klasse, Abschluss mit Auszeichnung. Mitglied beim Künstlerhaus Vereinigung.
Ich bin ein „wilder Denker“, im Sinne von Claude Lévi-Strauss. Ich sammle alles Mögliche, setze es zu Objekten oder Installationen zusammen. Das wilde Denken verwendet die ihm zur Verfügung stehende Materialien. Oft ist es die Materialität, die mich an einem Gegenstand interessiert, oder wie er heißt (Name) und welche Assoziationen sich aus dem Wort/dem Gegenstand ergeben. So ordne ich meine Gedanken über Erlebtes, Gelesenes, Themen, die mich interessieren.
Ich möchte meine Arbeit nicht auf ein Medium beschränken. Auch die Wahl des Mediums ist Teil des gesamten Entstehungsprozesses. Diese Dinge entwickeln sich im Prozess. Wie Bruno Latour glaube ich, dass alle Dinge miteinander verbunden sind. Vielleicht kann man meine Arbeiten als Hybride bezeichnen.
René Van De Vondervoort
Die Objekte sind Assemblagen aus alltäglichem, gefundenem Material. Zusammengesteckt, manchmal geklebt oder nur aneinander gebunden. Goldfarbene Dosen oder chromblitzende Elemente geben dem Ganzen eine Aufwertung
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