Christiane Spatt . Sibylle Gieselmann . Timur Tiezte
Mai II 2026

Christiane Spatt

Christiane Spatt wurde 1966 in Innsbruck geboren und lebt seit 1985 in Wien, wo sie an der Universität für angewandte Kunst bei Oswald Oberhuber und Ernst Caramelle studierte (Diplom 1995).

Angeregt durch ein Gastseminar von K.H. Menzen zum Thema Kunst & Therapie absolvierte sie das Österr.Kolleg für Kunsttherapie unter der Leitung von Barbara Putz-Plecko, Elisabeth McGlynn und eben K.H. Menzen. Seitdem arbeitet sie neben ihrer künstlerischen Arbeit im Bereich inszenierte Fotografie, Malerei und Objekten an künstlerischen Projekten im sozialen Raum.

Christiane Spatt untersuchet prägende Faktoren, die unser Weltbild formen, und macht diese in persönlichen Motiven in Form von Fotoinszenierungen sichtbar.

Die von ihr verwendeten  Motive, Muster und Gegenstände transportieren Erinnerungen, verweisen auf Lebensabschnitte und sind mit Gefühlen, Erinnerungen und Assoziationen aufgeladen. Sie spielt mit der Wahrnehmung von Wirklichkeit(en), beleuchtet die subjektive Seite individueller Geschichte, inkludiert Emotionen und erzeugt surreale Momentaufnahmen.

In Spatts inszenierten Fotografien nimmt das Selbstportrait bzw. die Projektion auf das „Selbst“ eine zentrale Rolle ein – sowohl formal als auch inhaltlich. Einerseits ist sie selbst in verschiedenen Posen und Rollen die Protagonistin ihrer Fotos, andererseits erweitert sie diese Darstellungen durch Arrangements persönlicher oder gebrauchter Gegenstände, Familienfotos und Erinnerungsstücke. Diese erweiterten Selbstporträts lassen Geschichten entstehen, die zwischen Realität und Fiktion changieren. Sie präsentieren Gesamtbilder, die jedoch fragmentarisch bleiben und Raum für Interpretationen und Reflexionen lassen.

Sibylle Gieselmann

Sibylle Gieselmann, geboren in Karlsruhe, studierte in Wien auf der Hochschule für angewandte Kunst bei Oswald Oberhuber. 

Neben der Kunst arbeitete sie als Maskenbildnerin beim Film und später als Grafikerin-Designerin im Kunst- Kultur und Wissenschaftbereich.

Sibylle Gieselmann hat hier in der Galerie KRAS 2017 und 2018 ausgestellt.

Damals hat sie Poesie, Symbolik und Bewegung in alltäglichen Dingen aufgegriffen und diese sehr realistisch gemalt und gezeichnet. 

Die Beschäftigung mit Tieren war aber auch schon damals präsent. 2017 hat Sibylle hier eine Reihe von Hühnern gezeigt, auch schon mittels Linoldruck und Acryl auf Papier.

Diese Technik hat sie verfeinert und wir zeigen einen Teil ihrer Serie „Der weite Blick verengt sich“ die 2024/25 entstanden ist. Es handelt sich um Tiere aus allen Kontinenten dieser Welt, die vom aussterben bedroht sind. 

Inspiriert von Andy Warhols Serie „Endangered Animals“, die er 1983 geschaffen hat, stellt Sibylle mehr als 40 Jahre später, mit ihrer Werkserie, dasselbe drängende Thema in den Fokus.

Weiters sehen sie noch eine Reihe abstrakter Arbeiten, die einen neuen Weg in Sibylles Kunst zeigen. Weit entfernt vom Realismus sind in jeder Arbeit jedoch ein Moment des Erkennens zu finden.

Timur Tietze

Timur Tietze, geboren 1986 in Wien, beschäftigt sich in seiner künstlerischen Arbeit mit Beobachtung, Atmosphäre und Erinnerung. Ausgangspunkt seiner Arbeiten sind oft alltägliche Szenen, urbane Räume, Figuren oder Objekte, die durch Verdichtung von Licht, Farbe und Stimmung eine neue erzählerische Ebene erhalten.  

Seine Bildsprache bewegt sich zwischen Illustration, Malerei und grafischer Erzählung und ist geprägt von Einflüssen aus der europäischen Comictradition, klassischer Malerei sowie zeitgenössischer Pop- und Subkultur. Besonderes Interesse gilt dabei dem Spannungsfeld zwischen Intimität und Inszenierung, Nostalgie und Gegenwart.  

Tietze lebt und arbeitet in Wien und studiert seit 2025 Malerei an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Daniel-Richter-Klasse. Neben seiner künstlerischen Praxis beschäftigt er sich intensiv mit visueller Kultur, Musik, Design und narrativen Bildformen.

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Mai 2026